Blindenführhunde

Vier Pfoten, die im Alltag helfen

Wesensfeste, friedfertige, nervenstarke, intelligente und belastbare Hunde werden zu Blindenführhunden ausgebildet. Königspudel, Riesenschnauzer, Hovawart, Border Collie, Deutscher Schäferhund, Labrador und Golden Retriever eigenen sich besonders dazu.

Die aufwändige Ausbildung dauert ca.12 Monate, dabei wird gemeinsam mit dem Halter in der Blindenführschule und zuhause trainiert. Die durchschnittliche aktive Zeit liegt bei etwa 10 Jahren.

Die Kosten eines Hundes betragen ca. 27.000,- Euro. Der Blinden- und Sehbehindertenverband Salzburg unterstützt bei der Finanzierung.

Was kann der Blindenführhund

  • Suchen und Anzeigen von Gehsteigen
  • Erkennen und Umgehen von Bodenhindernissen (Schlaglöcher, Pfützen)
  • Erkennen und Vermeiden von Höhenhindernissen (Schilder, herabhängende Äste)
  • Suchen von Treppen, Liften, Türen und Ausgängen
  • Suchen von Parkbänken, Telefonzellen, Briefkästen
  • Nachgehen einer Person auf Befehl
  • Benützung von Zebrastreifen
  • Finden von Verkehrsmitteln und Haltestellen
  • Hilfe beim Einsteigen in ein Verkehrsmittel
  • Finden eines freien Sitzplatzes
  • Führung zu nahen Zielen (z. B. Post, Arzt, Supermarkt)

Bei drohenden Gefahren ist ein Blindenführhund in der Lage, Befehle seines Halters zu verweigern, um ihn zu beschützen.

Ein gut ausgebildeter Führhund beherrscht etwa 70 akustische Kommandos, sogenannte „Hörzeichen". Wie z.B. Geradeaus, Nach links, Nach rechts, Suche Türe, Überquere Straße, Voran Zeig Zebra, Voran zeig Ampel, Voran zeig Treppe etc.

Zum Vergleich: Ein Lawinenhund beherrscht etwa 20 - 50 Kommandos.

Wie verhalten sich Sehende gegenüber einem Blindenführhundegespann richtig

  • das Blindenführhundegespann bei der Arbeit nicht stören
  • nicht behindern
  • nicht den blinden Menschen einfach über die Straße führen
  • den Hund nicht am Halsband festhalten
  • weichen sie aus, wenn nötig
  • fragen sie, wie sie am besten helfen können
  • helfen sie nur, wenn man sie bittet
  • oder wenn das Führgespann offensichtlich Hilfe benötigt wird
  • akzeptieren sie auch mal ein „Nein, danke!"